König zu Warthausen, Wilhelm Friedrich Ludwig von Freiherr

* Stuttgart 25.1.1793

† ebd. 9.1.1879, bestattet Familiengruft Schloss Fachsenfeld/OA Aalen

ev.

Vater       Carl Friedrich Wilhelm von König, * 1748, † Stuttgart 22. VI. 1821, Geh. Oberjustizrat beim I. Senat des Oberjustizkollegiums in Stuttgart, zuletzt Direktor der Ausstandskommission in Stuttgart.

Mutter     Friederike Sophie Elisabeth Heigelin, * 1766.

5 G          Freiin Charlotte von König, * Stuttgart 8.8.1791, ∞ Freiherr Friedrich Heinrich von Hayn, Kgl. Württ. Major und Oberförster zu Geroldseck; Freiin Sophie von König, * Stuttgart 3.4.1794, ∞ Freiherr Christian Philipp von Hayn auf Uhenfels, Kgl. Württ. Major und Bataillonskommandant; Freiherr Carl Friedrich August Christian von König, * Stuttgart 11.8.1800, Kgl. Württ. Kammerherr und Besitzer des Ritterguts Warthausen, Mitglied des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, ∞ 15.10.1825 Pauline Lembke, * 6.4.1805, † 7.1.1872, T. d. Johann Lembke, Kgl. Preuß. Geh. Regierungsrat und schwedischer Konsul; Freiin Elisabeth von König, * Stuttgart 4.5.1805; Freiin Emma Marie Christiane Wilhelmine von König, * Stuttgart 10.1.1810, † 1893, ∞ 1830 Freiherr Joseph von Linden, Oberjustizrat in Ulm, MdL, später Kgl. Württ. Staatsminister.

∞ I. 1821 Elise Friederike Brastberger, * 1797, † Ulm 22.6.1824; ∞ II. 1826 Freiin Sophie Ernestine von Varnbüler zu Hemmingen, * 1809, † 1837.

4 K.

 

Als Soldat, Justizbeamter und Landtagsabgeordneter war K. eng mit Ulm und Oberschwaben verbunden.

Spross einer ursprünglich im Elsass ansässigen, Ende des 17. Jahrhunderts nach Schwaben gekommenen Familie, die beim ritterschaftlichen Adel des Königreichs Württemberg immatrikuliert war, besuchte K. das Stuttgarter Gymnasium. Noch vor Beendigung der Schulzeit wurde K. auf Befehl von König Friedrich von Württemberg im Frühjahr 1811 zum Militär eingezogen und als Offiziersaspirant dem Inf.-Rgt. Franquemont Nr. 4 zugeteilt. Ende 1811 kam er zum Leibcheveauxlegers-Rgt., um im Jan. 1812 als Leutnant dem Cheveauxlegers-Rgt. Herzog Heinrich Nr. 1 in Ulm zugeteilt zu werden. 1812 nahm K. im Verband der württ. Truppen an Napoleons Russland-Feldzug teil, überlebte die militärische Katastrophe und nahm 1814 als 21-Jähriger seinen Abschied vom Militär, um in Heidelberg und Tübingen Rechtswissenschaften zu studieren. Nachdem er die Dienstprüfung mit dem Prädikat III. Kl. („gut“) bestanden hatte, wurde K. zunächst am 18. Feb. 1819 als Referendär II. Kl. dem Gerichtshof in Esslingen zugeteilt, kam aber bereits am 3.12.1819 als Assessor zum Gerichtshof in Ulm.

In den 20 Jahren seiner dienstlichen Tätigkeit in Ulm stieg K. am Gerichtshof zum Justizrat und zum Oberjustizrat auf. Er gründete in Ulm einen eigenen Hausstand; seine Kinder kamen alle in der Donaustadt zur Welt. Auch seine politische Laufbahn begann in der Ulmer Zeit; 1832 wurde er zum Abgeordneten der Ritterschaft des Donaukreises für den 6. o. LT gewählt, der von Jan. bis März 1833 tagte. Von 1845 bis 1848 gehörte er, wiederum für die Ritterschaft des Donaukreises, dem 12. bis 14. LT an.

Am 14.11.1839 zum Obertribunalrat in Stuttgart ernannt, ließ K. die Verbindung zu Ulm nicht abreißen und gehörte bereits in den 1840-er Jahren zu den Mitgliedern des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben. K. erwarb um 1830 sowohl das Rittergut Warthausen/OA Biberach als auch das Rittergut Fachsenfeld/OA Aalen. Von 1849 bis 1857 gehörte der Kgl. Kammerherr als vom König berufenes Mitglied dem Württ. Staatsgerichtshof an. – Kommenturkreuz und Großkreuz des Württ. Kronordens; Kommenturkreuz des Friedrichsordens; Ritterkreuz des Württ. Militär-Verdienstordens.

 

L            

Ih 1, 483 – StRegbl. 1819, 73 – StRegbl. 1819, 875 – Ulmer Adressbuch 1836, [15] – Faber 26, § 123 – Becke-Klüchtzner, 136 f.  – Staatsanz. Nr. 9, 11.1.1879, 57 – Riecke, Verfassung und Landstände, 46 – Hartmann, Regierung und Stände, 36, 68 – Hauptregister, 471 – Raberg, Biogr. Handbuch, 460 f.

Zurück