Rampacher, Carl (Karl) Friedrich Wilhelm (von)

* Ludwigsburg 28.12.1822

† Ulm/Donau 18.11.1910

ev.

S. d. Johann Christioph Friedrich (von) R. * Vaihingen 9.9.1789, † Ludwigsburg 6.11.1844, Kgl. Württ. Oberst, Kommandeur des 7. Inf.-Rgts., u. d. Henriette Luise Rosalie Finckh, * Murr 10.4.1795, † Stuttgart 25.11.1877.

3 G.

∞ Aldingen/OA Ludwigsburg Luise Christine Kemmler, * Rickelsberg/OA Sulz 9.1.1833, † Ulm 25.6.1902, T. d. Friedrich Kemmler, Pfarrer in Aldingen, u. d. Luise Holl.

5 K          Elvire R., * Stuttgart 27.6.1855, † ebd. 2.8.1856; Karl Friedrich Richard R., * Stuttgart 13.6.1857, Oberförster in Langenau; Maximilian (Max) Hermann Karl R., * Tettnang 9.3.1861, 1910 Oberamtsrichter (tit. Landgerichtsrat) in Biberach/Riß, ∞ Ulm 21.8.1889 Lina Haverkampf, * Ulm 26.4.1864, † Biberach/Riß 2.2.1909, T. d. Georg Heinrich August Haverkampf, Kunstmaler in Ulm, u. d. Veronieke Frick; Melanie Luise Henriette R., * Tettnang 21.7.1863; Karl Ernst Wilhelm Oskar R., * Tettnang 14.6.1866, † Ravensburg 14.6.1867.

 

Der gebürtige Altwürttemberger R. war Oberamtmann oberschwäbischer Oberämter in den Jahren vor und nach der Gründung des deutschen Kaiserreiches 1870/71.

Kindheit und Jugend R.s wurden von den Dienstortwechseln seines Vaters bestimmt, der Offizier in der württ. Armee war. R. studierte nach dem Besuch der Lyzeen und Gymnasien in Ludwigsburg, Ulm und Stuttgart von 1841 bis 1844 Rechts- und Regiminalwissenschaften in Tübingen. Nach Bestehen der beiden höheren Verwaltungsdienstprüfungen 1844 und 1845 – das Referendariat hatte er beim OA Ludwigsburg und bei der Regierung des Neckarkreises ebd. absolviert – trat R. 1845 als provisorischer Aktuar beim OA Marbach/Neckar in den Staatsdienst des Königreichs Württemberg. 1846 in Marbach zum definitiven Aktuar ernannt, ging R. 1852 als Revisor zum Verwaltungsrat der Württ. Gebäudebrandversicherungsanstalt, wechselte später in gleicher Eigenschaft zur Ministerialabteilung für den Straßen- und Wasserbau im württ. Innenministerium, zur Armenkommission und zur Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins in Stuttgart. 1858 zum Oberamtmann von Tettnang ernannt, ging R. 1866 als Oberamtmann nach Ravensburg. Im Dez. 1870 als Nachfolger des zum Regierungsrat bei der Regierung des Schwarzwaldkreises in Reutlingen beförderten Albert (von) Kolb zum Oberamtmann von Ulm ernannt, konnte R., der zugleich zum Regierungsrat befördert worden war, das Amt in Ulm erst Anfang April 1871 antreten. 1873 gehörte R. dem Ausschuss des Ulmer Verschönerungsvereins an. Zum 1.6.1888 trat R. in den Ruhestand, den er in Stuttgart verlebte. Zu seinem Nachfolger wurde Albert Schmidlin ernannt. – Mitglied des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben. – 1864 Ritterkreuz des Ksl. Russ. St.-Stanislaus-Ordens; 1873 Ritterkreuz I. Kl. des Friedrichsordens; 1878 Ritterkreuz II. Kl. und 1888 Ehrenkreuz des Württ. Kronordens; 1883 Ritterkreuz I. Kl. des Kgl. Bayer. Verdienstordens vom Hl. Michael.

Q            

StadtA Ulm, G 2 – HStAS, E 151/01 Bü 1697, E 141/01 Bü 2684.

L            

Rudolf, KB, 707 – Schwäb. Kronik Nr. 539, 19.11.1910 (Mittagsblatt), 7 und 9 (Todesanz. der Familie) – Dt. Geschlechterbuch 43 (1923), 111 f. – Ulmer Bilder-Chronik 2, 269, 317, 535 – ebd. 3, 471 [dort fälschlich als „Regierungsbaurat“ bezeichnet] – Amtsvorsteher, 448 f. (Karin Peters).

 

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