Hehle, Joseph, Dr. phil

* Niederwangen/OA Wangen 4.4.1842
† Ehingen/Donau 2.1.1928

kath.

H. war einer der herausragenden „Schulmänner“ Oberschwabens.

H. stuiderte Theologie und Philologie in Tübingen und gewann 1864 für eine Arbeit den Preis der Palm´schen Stiftung. Am 10.8.1865 empfing H. in Rottenburg/Neckar die Priesterweihe und war danach Vikar in Riedlingen, seit Jan. 1866 Präzeptoratsverweser ebd. In dieser Zeit stellte sich heraus, dass H. Lehrer werden wollte, und so wurde er im Sommer 1867 antragsgemäß als Lehramtskandidat und Präparand beurlaubt, um sich in Tübingen auf die Prüfungen im höheren Schuldienst vorzubereiten. 1869 bestand H. die I. philologische Prüfung für Professorate. 1871 kam H. als Professor an das Gymnasium in Ehingen/Donau, zu dessen Rektor (und ersten Professor) er am 8.3.1886 als Nachfolger des pensionierten Vincenz (von) →Schneiderhan aufstieg. Er verblieb in diesem Amt bis zu seiner Pensionierung, die 1908 unter Verleihung des Ritterkreuzes des Württ. Kronordens erfolgte. 1906 war ihm der Titel „Oberstudienrat“ verliehen worden. H.s Nachfolge als Rektor des Gymnasiums in Ehingen/Donau trat Dr. Bernhard Krieg an, der bisherige Konviktsvorstand in Rottweil. H. setzte sich in Ehingen für den Wiederaufbau des 1769 abgebrannten oberen Teils des Turmes der ehemaligen Kollegiumskirche ein und sorgte für die Ausstattung der Kirche mit neuen Altären und Chorgestühl. In der Gymnasiumskirche führte er die Herz-Jesu-Bruderschaft ein. Mit dem Ehinger Konviktsvorstand Dr. Joseph Herter und Stadtpfarrer Max Ströbele gründete H. das „Collegio St. Josephi“.  – 1887 Ritterkreuz I. Kl. des Friedrichsordens; 1902 Verleihung des Ranges auf der V. Stufe der Rangordnung; Ehrenbürger von Ehingen/Donau.

L            

Ih 1, 346  – Personalkatalog Rottenburg 41909, 83 f. – Cramer, Württembergs Lehranstalten 61911, 17 – Württ. Jahrbücher 1928, [XII].

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