geb.     1908 Berlin
gest.    1998 Kißlegg

Paul Heinrich Ebell hat sein gesamtes künstlerisches Werk bis 1945 im Krieg verloren.

Er selbst findet in Bad Waldsee eine neue Heimat, arbeitet hier als Kunsterzieher und Künstler. Als Aquarellist und Maler kommt er an die Grenzen der Leuchtkraft durch Materialfarben. Er experimentiert deshalb mit Beton und farbigen Glasbausteinen, die ihm die ›optischen‹ Farben liefern, denn es ist das Transluzide, das Diaphane, das Transparente, das ihn reizt. Ebell findet seine Lösungen in allen Techniken, sogar in der keramischen Glasur. 1956 gestaltet er eine Porzellanteller-Edition für Rosenthal.

1931, zur Zeit der Jahresausstellung des ›Schlesischen Künstlerbundes‹ ist Ebell noch Schüler an der Staatlichen Akademie in Breslau. Die dortigen, mehr oder weniger festen, Lehrer Paul Dobers, Paul Holz, Georg Muche, Oskar Schlemmer und Otto Mueller ›färben‹ auf ihn ab. Das heißt, es kommen hier die künstlerischen Auffassungen von Henri Matisse und Marc Chagall, der ›Brücke‹ und dem ›Bauhaus‹ zusammen, die durch Ebells späteres Werk hindurchscheinen, ohne weiterentwickelt zu werden.

Das Aquarell, die große Stärke Paul Heinrich Ebells, orientiert sich technisch wie künstlerisch am Werk von Paul Klee, bleibt jedoch in der Figürlichkeit eines Marc Chagall.

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